Regenwassernutzung

Vorgehensweise bei der Beantragung einer Regenwassernutzung für häusliche Zwecke

Die Nutzung von Regenwasser für Zwecke im Haushalt ist in der Region Memmingen weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Trotzdem hat jeder Kunde die Möglichkeit, eine Beschränkung der Benutzungspflicht gemäß § 7 der Wasserabgabesatzung (WAS) zu beantragen. Bei bereits bestehenden Regenwassernutzungsanlagen, welche nicht angemeldet sind, ist im Interesse des Gesundheitsschutzes eine nachträgliche Beantragung zu fordern.

Für den Antrag auf Beschränkung der Benutzungspflicht ist das entsprechende Formular zu verwenden. Ein Antrag ist jedoch nur möglich, wenn von der Regenwassernutzungsanlage keine Beeinträchtigung des Trinkwassers im Leitungsnetz der Stadtwerke Memmingen zu erwarten ist. Dies wird von einem Mitarbeiter der Stadtwerke Memmingen anlässlich der Inbetriebnahme der Hausinstallation oder bei Antragstellung durch den Kunden geprüft.

Nach Beantragung und  abschließender Genehmigung durch den Werksenat erhält der Kunde einen entsprechenden Bescheid. Gleichzeitig werden Kopien des Antrages an das Stadtsteueramt zum Zwecke der Abwassergebührenrechnung und an das Gesundheitsamt der Stadt Memmingen übermittelt.

Was Sie sonst beachten müssen:

Eine Regenwassernutzung, welche ausschließlich zur privaten Gartenbewässerung dient, ist nicht anzeigepflichtig und genehmigungsfrei.

Bei einer Nutzung von Regenwasser im Haushalt besteht auch für bereits in Betrieb befindliche Anlagen eine Anzeigepflicht. Auch die Stilllegung einer Anlage ist anzeigepflichtig.

Für im Haushalt verwendetes Regenwasser ist – wie auch für Trinkwasser – eine Abwassergebühr zu entrichten. Es besteht die Möglichkeit, zwischen einer Pauschalgebühr von 12,50 Kubikmeter pro Jahr und Bewohner oder einer genauen Abrechnung durch den Einbau von zwei zusätzlichen gebührenpflichtigen Wasserzählern zu wählen.

Regenwasser- und Trinkwasserinstallation sind strikt voneinander zu trennen.

Sichtbare Regenwasserleitungen sind mit der Aufschrift "Kein Trinkwasser" zu kennzeichnen. Gleiches gilt für Regenwasserzapfhähne. Sie sind außerdem gegen versehentliches Benutzen durch Kleinkinder zu sichern, z.B. mit einem abnehmbaren Knebel.

Die Nachspeisung der Regenwasserzisterne aus dem Trinkwassernetz muss über die Absicherung "Freier Auslauf" erfolgen und höher als die Kanalrückstauebene montiert sein.

Das Antragsformular ist bei den Stadtwerken erhältlich oder hier abrufbar.